K. JUNO: Lieber Kilian, liebe Zuhörer, Hallo, ich bin Juno. KILIAN: Hallo. K. JUNO: Danke dass ich heute hier sein darf. KILIAN: Ich danke ebenfalls. K. JUNO: Hmm, ich glaube ich werde - ganz anders als beim Singen - einfach mal meine Antworten ganz trocken und ohne Leidenschaft vortragen. Ich hoffe das geht in Ordnung. KILIAN: Nur zu. Dann lege ich gleich mit den Fragen los. Ich werde zuerst ein wenig die Vergangenheit aufwühlen. Juno, Du hast während deiner Uni-Zeit eine eigene Band gehabt, und hast dich plötzlich entschieden die Musik aufzugeben. Mehr noch, du wolltest Stuntfrau werden, steht auf deiner Website, darf man fragen wie Du dazu gekommen bist? K. JUNO: Weshalb ich mit der Musik aufgehört hatte. Ich hatte das Gefühl, an die Grenze zu stoßen. Ich fing an als Teenie zu singen, dann habe ich im Selbststudium Gitarre gelernt und mich dem Rock gewidmet. Allerdings habe ich damals immer nur andere imitiert. Und dann habe ich einfach keinen Sinn mehr darin gesehen, Lieder anderer Leute so zu singen, wie sie es tun, und dafür Lob zu erhalten. Und weil ich damit auch kein Fortschritt mehr für mich drin war, habe ich es aufgegeben. Denn trotz alledem war ich noch nicht in der Lage etwas wirklich eigenes, originelles zu schaffen. Und gerade zu dieser Zeit fand ich an Stunts interesse. Es gibt in Japan eine Berufsbezeichnung, die sich "Action" nennt. Das ist so etwas wie ein Stuntman, oder Schaukämpfer für Bühnen. Ich war sehr beweglich, auch hatte ich Erfahrung mit Schauspielen, und dann habe ich mir mal so ganz einfach gedacht, das könne ich dann wohl auch. Als ich mich dann wirklich darauf eingelassen hatte, kam erst einmal das harte Erwachen: alle um mich herum waren Athleten und Sportler, und ich war ja nicht gerade erfahren in Sachen Sport. Aber dieser negative Anfang hat in mir auch den Kampfgeist geweckt und ich dachte mir "So, Euch zeig ichs! Ich werde hier Nummer Eins!". Also an motivation hats mir nicht gemangelt. Allerdings hat es ein ganzen Jahr lang gedauert, bis ich überhaupt soweit war, auf der Bühne aufzutreten. Was ich in dieser Zeit, glaube ich, gelernt habe war vor allem, wie man als Profi den Erwartungen entsprechen kann, und ich habe gelernt, wie man seinen Partnern volles Vertrauen entgegenbringt, denn wenn man in diesem Beruf nur eine Sekunde nicht aufpasst, dann gibt es gleich Verletzungen. Wenn ich mal etwas anpacke, dann vergrabe ich mich völlig darin, und es war auch ein Job, den man nur machen kann, wenn man sich voll reinhängt, und darum habe ich während der fünfeinhalb Jahre, in denen ich Stuntfrau war wirklich überhaupt keine Musik gemacht. Ich habe sogar fast gar keine Musik gehört in der Zeit. KILIAN: Und was hat Dich dann bewogen, wieder Musik zu machen, was war der Anlass? K. JUNO: Nun ich hatte das Gefühl, das ich "Action" Genre das erreicht hatte was für mich zu erreichen war. Und mein Körper verlangt auch nicht nach großer Veränderung oder großem Abenteuer. Trotzdem möchte ich auch immer wieder etwas neues ausprobieren, und mich verändern. Und ich hatte so ein Gefühl, dass wenn ich länger als fünf Jahre lang immer dasselbe mache, dass ich mich zu sehr "zur Ruhe setze" damit. Ich hatte den Drang jetzt doch mal woanders hin zu gehen, etwas neues zu beginnen.  Und einer der Gründe warum ich die Musik aufgab war, weil ich selbst einfach keine Stücke schreiben konnte, allerdings als ich dann mich umsah dann haben alle anderen auch ihre eigenen Songs geschrieben. Und verglichen damit hatte ich das Gefühl, dass ich auch nicht so viel schlechter sei und bekam etwas Mut, dass ich doch auch eigene Stücke schreiben könnte, das würde schon werden. Schließlich hatte ich schon einige andere Hindernisse überwunden und außerdem ist jeder zu Beginn ein Anfänger, wenn ich es also schaffte die anfängliche selbstunzufriedenheit zu überwinden, dann müsste ich doch etwas auf die Reihe kriegen. So habe ich also einfach mal auf gut Glück ein Stück geschrieben, und es ließ sich gar nicht einmal so schlecht an, und der Rest hat sich dann einfach ergeben. Wenn ich mir jetzt überlege, warum ich früher keine eigenen Stücke geschrieben habe, dann denke ich einfach, dass ich selbst nicht so weit war. Es war die Zeit für mich, mein technisches Können und Wissen zu entwickeln und anzusammeln. Ich hatte dann zwar das "Werkzeug", aber mir fehlte einfach das Material zum Stückeschreiben. Ich wollte damals einfach nur Musik auf der Basis von Musik und nichts sonst machen, also leere Musik. So wie wenn man zwar Worte sprechen kann, aber keinen Inhalt hat um Sätze zu Sprechen. Und später hat sich einfach so vieles, was ich sagen möchte bei mir angesammelt, dass es auf einmal aus mir heraussprudelte. KILIAN: Ich habe den Eindruck, dir liegt die Japanische Kultur doch sehr am Herzen. So sagst du auch, dass in der Gegenwart, der Geist Japans völlig verloren zu gehen scheint in deinem Blog. Auch Amerika gegenüber äußerst du dich sehr kritisch (was ich verstehen kann). Wenn ich mir diese Seite von dir anschaue, kommt es mir etwas verwunderlich vor, dass du bisher nur auf Englisch gesungen hast. Ich habe das Gefühl, dass Japanisch den Japanern viel unmittelbarer eingeht und verstanden wird, warum hast du dich entschieden ausgerechnet nur auf Englisch zu singen? K. JUNO: Ich wollte Rock-Musik machen, und für mich war Rock einfach von Anfang an prinzipiell Englisch. Nicht Japanisch, nicht Deutsch auch nicht Spanisch, für mich kam als einzige Auswahl nur Englisch in Frage. Auch bis heute ist Rock auf Japanisch etwas was nicht natürlich aus mir heraus kommt, ich kann das nicht so recht als Rock empfinden. Also auf Japanisch Rock singen ist für mich eher eine Herausforderung künstlerischer Art. Ich möchte ja auch nicht einfach nur Englische Rockstücke auf Japanisch übersetzen, das würde der Sprache nicht entsprechen. Hier mal ein Beispiel: wenn ich traditionelle Volksmusik machen würde, dann wäre es keine Frage, das in der jeweiligen Landessprache zu tun. Und so geht es mir halt mit Rock. Es gibt schon Japaner, die sagen, wenns nicht auf Japanisch ist, dann hör ich mir es nicht an, oder es kommt einfach nicht rüber, aber solche Hörer scheinen ja gar nicht die Musik selbst hören zu wollen habe ich das Gefühl. Extrem ausgedrückt, es gibt auch eine native Sprache der Violine, der Flöte deren Atmungsrhythmus etc. Und wenn man nicht bereit ist diese "Sprache" zu finden, zu hören, dann ist es auch egal, ob es sich dabei um die eigene Landessprache handelt, dann kann man das nicht wirklich tiefgehend als Musik empfinden. KILIAN: Zum Thema Ausland, jetzt muss ich leider wieder Gerüchte zitieren, aber ich habe in der Englischen Wikipedia gelesen, dass du recht flüssig Chinesisch sprichst. Stimmt das? K. JUNO: Flüssig wohl weniger, aber ich denke ich bin Klängen gegenüber sensibilisiert, und dann klingt das vielleicht ganz authentisch. Japaner stellen oft gern den Satz, den es zu sprechen Gilt erst im Kopf komplett fertig, ich übrigens auch, und wenn man dann so einen Konstrukt schön und richtig ausspricht, dann könnte man den Eindruck erwecken man sei völlig eloquent in der Sprache, und dann wird einem plötzlich in Hochgeschwindikeit von einem Muttersprachler geantwortet und versteht natürlich kein Wort. Das ist mir jedenfalls oft passiert (lacht). KILIAN: Und was hat dich zum Chinesischlernen gebracht? K. JUNO: Der eigentliche Anlass, war mein Stuntfrau Job. Ich wollte damals nach Hong Kong. Da war es noch eine Kronkolonie von Großbrittanien. Das Japanische "Action" Genre basiert natürlich auf Karate, der traditionellen japanischen Selbstverteidigung, aber wenn ich meinem "Action" nicht eine besondere Note gebe, hatte ich das Gefühl ich könnte nicht mithalten mit den Anderen. Ich bin ziemlich beweglich und habe vor allem meine Füsse trainiert, habe vor allem Tae Kwon Do (viele Fusstechniken Anm. v. Kilian) aus Korea studiert, dann habe ich aber auch viele Hong Kong Actionfilme studiert und einfach alles aufgesogen, auch die Kampfchoreographie alles. Und dann habe ich irgendwann einmal unbedingt dort leben und arbeiten wollen. Das war der Anlass, dann habe ich ein Jahr lang die Sprache gelernt und bin hingeflogen. KILIAN: Gibt es Pläne auch einmal etwas auf Chinesisch zu singen? K. JUNO: Lust hätte ich schon rein gefühlsmäßig, aber ich bin nicht wirklich soweit, diese Vision wirklich auszumalen und soweit, Chinesisch mit meiner Musik zu vereinen. KILIAN: Deine Power kommt nicht nur in der Musik rüber, sondern auch in deinem Blog. Ich finde deinen Sarkastischen Stil echt gut, aber sag mal, regst du dich leicht auf? K. JUNO: Ob ich mich leicht aufrege? Ich bin ständig geladen (lacht). Darum werde ich mich auch nicht noch mehr aufregen. Mir wurde oft gesagt "du bist die Ruhe selbst", "du streitest dich nie". Nun ja ich explodiere nicht so leicht nach außen. Allerdings wenn es dann wirklich mal nötig wird, sich aufzuregen, dann gibt es einen Riesenstress. Wenn man ernsthaft lebt, dann staut sich ganz natürlich Stress an, man hat Zweifel und so weiter, aber wenn ich der Typ wäre, der das immer gleich herausläßt, dann würde ich wahrscheinlich gar keine Lieder singen und auch keine Musik machen. Ich denke, dass es den meisten schöpferischen Leuten wohl ähnlich geht, dass sie solche Sachen in sich "hineinfressen" um dann irgendwann Dampf abzulassen. Ich spare mir das alles auf und verschwende es nicht gleich. KILIAN: Mir fällt ein Eintrag aus deinem Blog ein, wo du dich über das Programm "Trivia no Izumi" des Senders Fuji TV ausgelassen hast und meinst: "Das, was das Fernsehen verzapft erzieht/prägt die Zuschauer", derselben Meinung bin ich auch. Jetzt gibt es aber auch immer mehr Leute, die überhaupt kein Fernsehen mehr schauen. Stattdessen holen die sich ihre Informationen aus dem Internet, wie z.B. YouTube. Für manche Leute ist diese Demokratisierung der Medienlandschaft eine Revolution die die Medien endlich befreit. Allerdings hat das Wort Demokratie auch oft den Beigeschmack der "Masse", und ich habe das Gefühl, dass dadurch die Qualität der Medienlandschaft noch eher heruntergezogen wird. Speziell die Privaten Sender nicht nur in Japan zielen doch bloss auf Einschaltquoten ab, und dafür haben sie ihr Niveau ja auch schon weit unter das der öffentlich rechtlichen Sender gesenkt. Ist die Demokratisierung der Medien duch Web 2.0 und das Internet im allgemeinen für dich eher ein Segen oder ein Fluch? K. JUNO: Hihi. Hmm. Ich würde sagen "ein Fluch". Auf ein Wort, der "Pöbel", oder will man es "Mobokratie" nennen? Es gibt eine Redensart, die sagt "wenn sich mehr als drei Leute zusammenrotten, kommt nichts rechtes dabei heraus". Wenn man einer Masse von Meinungen, die weder unbedingt professionell noch unbedingt vernünftig sind, allen gleiches Gewicht geben will, dann bleibt die Frage, wieviel der Meinungen wirklich besonnen sind und von Verständnis geprägt. Wenn ich mir das vorstelle, sehe ich nur noch schwarz. In der Hinsicht läuft man in der Demokratie immer gefahr, dass man der Gleichheit halber, allem denselben Wert aufdrücken will, umso mehr muss man bei der Auswahl einer Leitperson dann sehr vorsichtig sein. Das Web kann nicht die Gedanken und Wünsche aller vereinigen. Wie Information dort empfangen, wie bzw. ob auf Korrektheit geprüft wird bleibt dem Einzelnen überlassen, der das nicht kann und alles unreflektiert für Bare münze nimmt. Und da habe ich halt meine Bedenken, dass so etwas leicht dazu führen kann, dass vieles immer mehr verzerrt wird. Und in einem Zustand wo es Firmen und Medien gibt, die das auszunützen wissen, fragt man sich ob es überhaupt echte Demokratie geben kann. Das Endziel ist ein Sumpf, der einzige Unterschied, den es dabei gibt ist, ob man sich von einer Minderheit von Führern dorthin leiten läßt, zwangsweise hineingestoßen wird, oder vielleicht sogar aus eigenem Willen hineinspringt, so scheint es mir. Aber vor allem Leute, die völlig von einer Idee eingenommen drauflos rennen, denen kann man auch nur sehr schwer die Augen öffnen, fürchte ich. KILIAN: Interessant. Du hast von 2000 bis 2005 keine eigene CD herausgebracht. Das ist ja eine ziemlich große Lücke, was hast du während dieser Zeit so gemacht? K. JUNO: Ich halte es eigentlich nicht für eine Lücke. Ich habe in der Zeit als Gesangsleiterin für Musicals gearbeitet und zweimal pro Jahr in Zusammenarbeit mit anderen Musikern Werke veröffentlicht. Ich war auch beteiligt an einem Album einer Band, das noch nocht veröffentlich ist und so weiter. KILIAN: Können wir in naher Zukunft wieder eine CD erwarten? K. JUNO: Ich würde schon gerne wieder eine aufnehmen. Allerdings gibt es noch keine konkreten Pläne. Auch gibt es noch andere Dinge, die ich tun will, also wenn überhaupt dann frühestens nächstes Jahr. Vielleicht mache ich vorher wieder etwas in Zusammenarbeit mit anderen Musikern. KILIAN: Deine Musik kann man auch im iTunes Music Store kaufen. Digital angebotene Musik wird allerdings oft mit DRM "geschützt". Was hälst Du davon? K. JUNO: Vom Standpunkt des Musikers ist mir das eigentlich ziemlich einerlei (lacht). Rechteverwaltung dieser Art ist Schlußendlich reine Geldmacherei des Labels, die nach Vertrag ja auch Rechteinhaber sind und der Rechteverwalter, die eben Geld ansammeln und sich ihre Provisionen einstreichen. Für mich ist das ein rein geschäftliches Problem, natürich will ich als Urheberin, dass meine Musik so viel wie möglich gehört wird, aber deswegen will ich die Musik bestimmt nicht gratis verteilen. Wenn es noch immer Mäzene gäbe, wie im Mittelalter, die einen Künstler unterhalten, dann wäre das eine ganz andere Geschichte, ich kann einfach nicht so recht verstehen, warum gerade das Produkt "Musik" zum Gegenstand einer Diskussion wird, wo es darum geht, ob man dafür überhaupt Geld zahlen sollte oder nicht. Wenn da also jemand ist, der seine Musik gratis verteilt und diese völlig frei zur Verfügung stellt, dann ist dies die Einstellung einer Person, die Musik nicht wirklich als Beruf ausübt, dann läuft das auf einen anderen Lebensstil heraus und es geht gar nicht mehr darum, wie man über Kunst denkt. In Sinne eines Hobbies mag man sich schon freuen, wenn die eigene Musik hier und dort benutzt wird. Außerdem, das darf ich aber nicht so laut sagen, wenn kein Bedarf für die Musik besteht, dann geht gar nichts, also auch unabhängig davon, ob jetzt Geld dafür bezahlt wird, oder nicht, man freut sich natürlich schon, wenn die eigene Musik viel gehört wird. Na ja, auf dieses Proble gibt es auch nicht DIE Antwort, denke ich. Auch dieser Kopierschutz, der mittlerweile ja auch für MDs und CDs verwendet wird, war ja anfangs bei diesen Medien nichtexistent. Und dann hat man halt gemerkt, dass man digitale Daten ohne Verlust sehr schnell verfielfältigen kann, und daraus ein Problem gemacht, und nun gibt es halt Kopierschutz. Schlussendlich bräuchte man nichts davon, wenn alle wirklich ehrlich wären. Und nun haben wir Kopierschutz auf Daten, die man sogar legal kopieren möchte, oder man zahlt für Geräte die man kauft, und mit denen man überhaupt keine illegalen kopien machen möchte im Prinzip extra, als "Versicherung" (der Rechteverwerter, Anm. d. Übers.), das stinkt mir schon gewaltig. Die Klangqualität von MP3 Dateien ist ja nicht gut, und da könnte man vielleicht sogar im Prinzip – wie bei Musik im Fernsehen oder Radio – auch davon ausgehen, dass das "gratis" ist und auf die gleiche Weise damit umgehen. Wenn aber Musik in CD-Qualität verteilt wird, dann gehen Verkauftszahlen für CDs nun einmal zurück. Es gibt auch Leute, die kritisieren die MI mit dem Argument, CDs verkaufen sei ein veraltetes Businessmodel, aber ein Album ist etwas, wo der Künstler das, was er wirklich rüberbringen möchte mit Hingabe in dieses Format gepackt hat. Und ich finde, wenn die Leute nun nur die Stücke einzeln in CD-Qualität kaufen, die sie von vornherein hören möchten, und on-demand aus dem Netz ziehen, dann bleiben doch nur die populären Stücke und der reine Kommerz, und der künstlerische Aspekt geht immer mehr verloren. Vielleicht werden die Künstler selbst dann auch immer weniger Kunst machen, wenn die Hörer nur noch Musik oberflächlich hören, dann bewegen wir uns auf eine Welt zu, substanzlos mit wenig Tiefgang, wo man alles auf einen Blick schon erfassen kann, eigentlich sind wir schon dort angelangt. Und jetzt bin ich etwas vom Thema abgekommen. KILIAN: Du hast deine Musik auf auf Podsafe Music Network hochgeladen (music.podshow.com). Ich habe dort übrigens übrigens deine Musik zuerst entdeckt. Woher wußstest du vom Podsafe Music Network und vom Podcasting? K. JUNO: Das war mehr so, dass ich das einfach zufällig entdeckt habe. Seit Februar 1997 habe ich meine eigene Homepage, auf der man auch Musik anhören kann. Damals gab es noch so gut wie keine Homepages die das taten, selbst außerhalb von Japan. Damals gab es auch noch kein MP3, sondern RealAudio, und irgendwie kommt es mir vor, als wäre ich viel zu früh dran gewesen damit, denn als alle anderen damit anfingen, fand ich es schon langweilig, dann war das plötzlich ganz in, und als ich nach langer Zeit mal wieder meine Homepage etwas in Ordnung bringen wollte, habe ich das halt ganz zufällig entdeckt. KILIAN: Als ich letztens noch einmal nach Stücken von JUNO im Podsafe Music Network nachschaute, gab es dort auch ein paar Web-only Titel auf Japanisch von dir. Gibt es in Zukunft doch Pläne für mehr japanische Stücke? K. JUNO: Ja, also nicht unbedingt Pläne, aber wenn ich das Gefühl habe, hier brauche ich jetzt Japanische Klänge, dann kommt halt natürlich etwas auf Japanisch heraus, es gibt Stücke die gehen auf Japanisch und andere bei denen geht das nicht. Diesen Frühling habe ich ein paar Stücke, die ursprünglich auf Englisch waren auf Japanisch veröffentlicht, wenn ich jetzt mal die Reaktion betrachte, dann scheint es innerhalb von Japan keine Rolle zu spielen, ob die Stücke auf Japanisch sind. Außerdem schreibe ich meistens die Stücke erst auf Englisch, wenn ich dann Lust habe das auf Japanisch zu machen, dann tu ichs, und dann gibt es vielleicht auch Stücke, die gleich von Anfang an auf Japanisch entstehen, wenn ich einfach klanglich in dem Moment Japanisch haben möchte.